Forschung anhand von Reallaboren in verschiedenen EU-Ländern – das ist das Projekt SIMONE. Technische, ökologische und ökonomische Innovationen sollen die Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Systeme stärken.
Weitere Informationen finden Sie hier: https://bionales.de/innovationsprojekt-simone
BIONALES ́ Aufgabe dabei ist die Unterstützung der Projektpartner:innen bei der Identifikation, Einbindung und Vernetzung relevanter Stakeholder, um die Projektergebnisse in potenziellen Wertschöpfungsketten zu verarbeiten.
Für einen Austausch der Projektpartner:innen und beteiligten Akteure der Reallabore fand im März 2026 ein Cross-Visit statt, in dem auch BIONALES vertreten war.
Eindrücke vom SIMONE-Cross-Visit
An zwei Tagen kamen in den Niederlanden fast fünfzig Landwirt:innen, Berater:innen und Expert:innen zusammen, um praxisnah zu lernen. Organisiert in Zusammenarbeit mit Inagro war der Van den Borne Campus Gastgeber. Ziel war, zu erleben, wie datengetriebene Innovation, Feldexperimente und agroökologische Praktiken in echten Anbausystemen zusammenwirken.
Die Besichtigung war mehr als eine Studienreise: Sie bot einen lebendigen Austausch über Ländergrenzen hinweg. Landwirt:innen verglichen Erfahrungen, Partner:innen teilten Erkenntnisse aus ihren Reallaboren und Technologien wurden direkt im Feld getestet.
Ein Reallabor in der Praxis – Technologie live erleben
Zum Auftakt führte Jacob van den Borne die Teilnehmer:innen über den Campus, wo die Teilnehmer:innen in die Philosophie, Infrastruktur und Technologie hinter Precision Farming (Präzisionslandwirtschaft) eintauchten. Hier wird Innovation gelebt, indem Daten von Drohnen, Sensoren, Satellitenbildern und Feldbeobachtungen direkt in den Alltag des Betriebs integriert werden, um Entscheidungen zu erleichtern – ein Grund, warum der Campus ein zentraler SIMONE-Partner ist.
Höhepunkte waren die Demonstrationen von Präzisionslandwirtschaftstools: Ein Drohnenflug über die Versuchsfelder, sowie die Vorstellung des LITERAL-Sensorsystems zeigten, wie Bildanalyse und KI, Erkenntnisse zu Bodenbedingungen, Pflanzenwachstum und Feldvariabilität liefern. Der anschließende Austausch machte deutlich, wie solche digitalen Werkzeuge die Experimente in den Reallaboren unterstützen, nämlich indem sie Reaktionen der Saat sichtbar, messbar und vergleichbar machen.
Feldversuche, agroökologische Ansätze und offenes, grenzüberschreitendes Lernen
Die Atmosphäre war geprägt von Neugier und Offenheit. Die Vielfalt der Reallabore – von Belgien, Frankreich und der Schweiz bis in die Niederlande – bot die Möglichkeit, unterschiedliche Ansätze zu vergleichen. Präsentationen aus den Regionen zeigten, wie ähnliche Herausforderungen verschiedenen Böden, Klimata und Betriebsstrukturen gemeistert werden. Landwirt:innen berichteten von ihren Erfahrungen, Partner:innen teilten Erkenntnisse aus ihren Reallaboren. Expert:innen gaben Einblicke in Unkrautdynamik, Nährstoffeffizienz und Pflanzenresilienz. Interaktive Diskussionen regten dazu an, über nachhaltigere
Anbausysteme nachzudenken und sich auszutauschen – genau das, was SIMONE fördern möchte.
Ausblick
Der Cross-Visit auf dem Van den Borne Campus zeigte die Kraft des Lernens direkt im Feld. Das nächste Treffen im Herbst beim CRAW in Wallonien setzt diese Dynamik fort und erweitert das Netzwerk von Praktiker:innen, welche die Zukunft leistungsfähiger und widerstandsfähiger Anbausysteme in Nordwest-Europa gestalten.




