Feldtag auf dem Bio-Landhof Schellhaas: Kichererbsen aus Hessen im Fokus

Am Freitag, den 14.08., war die Heldenbohne mit Lena Iyigün und Anouk Zoé Kuhn sowie verschiedenen Gästen aus der Gemeinschaftsverpflegung, Landwirtschaft, dem Handel und Multiplikator:innen zu Gast bei Kai Schellhaas und seinem Familienbetrieb.

Zum Auftakt gab es eine Vorstellungsrunde, bei der die Gäste und ihre jeweiligen Perspektiven auf regionale Wertschöpfung und Hülsenfrüchte zusammenkamen. Anschließend folgten erste spannende Vorträge von der Heldenbohne und einem großen Gemeinschaftsverpfleger aus Darmstadt rund um regionale Beschaffungsstrukturen und die Möglichkeiten, Hülsenfrüchte stärker in der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie einzusetzen.

Im Anschluss ging es in den Hofladen der Familie Schellhaas. Dort bekamen die Gäste Einblicke in die Direktvermarktung der hofeigenen Produkte und konnten sehen, wie vielfältig das Angebot vom Hof eingesetzt wird. Auch das Projekt „Hessen schmecken“ war vor Ort und informierte über die Voraussetzungen und Möglichkeiten für Förderanträge. Damit können regionale Projekte und Beschaffungsstrukturen in Hessen unterstützt und weiterentwickelt werden.

Nach weiteren Vorträgen und der Verkostung schmackhaften Kichererbsen Cookies, Linsen Brownies und Hummus aus regionalen Hülsenfrüchten ging es schließlich aufs Kichererbsenfeld. Kai Schellhaas erklärte direkt an der Kultur, wie der Kichererbsenanbau funktioniert und welche Erfahrungen der Betrieb in den vergangenen Jahren gesammelt hat. Für die Gäste war es dabei besonders spannend, die Kichererbsenpflanze einmal selbst auf dem Feld zu sehen.

Die Kichererbse ist mit Blick auf den Klimawandel eine besonders interessante Kultur: Sie benötigt vergleichsweise wenig Wasser und kommt gut mit Trockenheit zurecht. Gleichzeitig bindet sie mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft und trägt so zur Stickstoffversorgung des Bodens bei. Damit kann sie nicht nur eine wertvolle Ergänzung für unsere Fruchtfolgen sein, sondern auch einen Beitrag zu einer ressourcenschonenderen Landwirtschaft leisten.

Der Feldtag hat klar gezeigt, wie viel Potenzial in regionalen Hülsenfrüchten steckt – vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zum Einsatz in der Küche. Vor allem der offene Austausch zwischen Landwirtschaft, Initiativen, Gemeinschaftsverpflegung und Handel hat viele neue Impulse gegeben.

Ein rundum gelungener Tag mit spannenden Einblicken, kulinarischen Inspirationen und einer klaren Botschaft: Mehr Hülsenfrüchte aus Hessen auf unsere Felder und Teller!